Der Herbst steht vor der Tür. Die Tage werden kürzer, die Nächte (und manchmal auch die Tage) werden kühler. Was liegt also näher als die im Mittelmeer gespeicherte Sommer-Restwärme zu nutzen? Außerdem wollte ich Eva schon länger mal ein paar schöne Ecken in SÜD-Frankreich zeigen. Nun ist Eva aufgrund einschlägiger Erfahrung leicht frankophob und daher war der Kompromiss: Wir beziehen Quartier in Sanremo, also quasi NORD-Italien, und unternehmen von dort aus Ausflüge in verschiedene Richtungen.
(mehr …)Autor: Bloke On-the-Go
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Die Armseligkeit in Person
Ich hatte euch ja hier schon von meinem Abenteuer mit Vodafone erzählt. Und wie ihr euch wahrscheinlich erinnert schloss ich mit einem „…to be continued.“ Nun denn…
Samstag
Nachdem ich das Ticket ein weiteres Mal eröffnet hatte, meldete sich noch einmal der Techniker: Er müsse vorbei kommen und messen. Ich hab aufgegeben und gedacht: Soll er halt unsere Zeit verschwenden. Und das hat er fast eineinhalb stunden gemacht. Drin gemessen, draußen gemessen, upstream gemessen, downstream gemessen. Vor dem Verstärker gemessen und nach dem Verstärker gemessen. Sodann hat er sich entschieden, sicherheitshalber mal unseren Hausverstärker aus zu tauschen. Dafür musste er bohren und dafür musste der Serverpark abgeschaltet werden. Die Kisten sollen schließlich keinen Bohrstaub inhalieren.
Ich gebe zu, ein bisschen Hoffnung keimte auf. Vielleicht hatte unser Verstärker ja doch einen Knax? Wer weiß? Ich habe also zunächst das Vodafone Leihgerät (Vodafone Frizbox) angeschlossen gelassen und alles weiter beobachtet. Und am Wochenende (ein besonders sonniges für Anfang September) waren die Upload-Werte auch weitestgehend OK. Da war aber auch fast niemand zuhause, weil -> Gutes Wetter.
Montag
Doch es kam, wie es kommen musste: Am Montag waren alle wieder im Homeoffice oder anderweitig zuhause, die Netzauslastung ging hoch und damit kamen auch die Probleme wieder. Um 14 Uhr (ziemlich genau) habe ich das Ticket wieder geöffnet. Und damit gingen die Lügengeschichten wieder los.
Um 14 :35 kam der erste Anruf: „Wir haben uns die Leitung nach dem erneuten Öffnen des Tickets jetzt EINE STUNDE lang angeschaut und da ist nix zu sehen, das liegt an Ihrem Netz“. – Ach? Eine Stunde? 30 Minuten nachdem ich das Ticket eröffnet habe? Leckt mich doch.
„Die Leitung ist wirklich komplett in Ordnung“. „Wenn das so ist, wieso haben meine Upstream Kanäle dann nur eine 16er Modulation?“ „Ach ja, das sehe ich auch gerade. Ich schicke das noch einmal ans Team und melde mich später erneut.“
An dieser Stelle ein bisschen Hintergrund zum Thema Modulation:
Grundprinzip der QAM-Modulation
Bei der Modulation werden digitale Nullen und Einsen (Bits) auf eine Trägerwelle aufgedrückt. Das geschieht über die Quadratur-Amplitudenmodulation (QAM), bei der sich Amplitude (Signalstärke) und Phase (Welle) verändern. [1]
- Modulationsstufen: Je höher die Zahl vor QAM, desto mehr Bits passen in ein einzelnes Signal-Paket (Symbol).
- Das Problem: Höhere Stufen (wie 4096-QAM) bringen extrem hohes Tempo, setzen aber eine sehr saubere Leitung ohne Störungen voraus.
Parameter Optimaler Bereich Toleranzbereich Kritisch Upstream SNR (Rauschabstand) > 30dB27 bis 29,9 dB< 27 dB(Modulation fällt auf 16 QAM oder 4 QAM/QPSK)Es ist so, dass die Modulation und damit die Menge an Informationen, die übertragen wird, herunter gehen, wenn die Signalqualität schlechter wird. Nun ruft diese Truschel also eine halbe Stunde später wieder an und erklärt mir: „Ja, alles in bester Ordnung. Und dass die Modulation schwankt ist normal, das macht sie damit die Verbindung nicht abbricht. Hab ich auch gerade erst vom Kollegen gelernt.“ Ich rede hier aber schon mit dem technischen Business Support? Ein Armutszeugnis sich so was gerade erst vom Kollegen erklären zu lassen.
Mir ist schon klar, dass das passiert, damit die Verbindung weiter läuft. Aber NOTWENDIG wird es eben erst, wenn die Verbindungsqualität schlecht wird. Ich bin fassungslos, mit welchen ahnungslosen Deppen man es sogar im Business Support zu tun bekommt. Und man ist scheinbar damit überfordert, so einen Anschluss einfach mal 48 Stunden lang beobachten zu lassen.
Und die nächste Lüge kam gleich hinterher: „Wir müssen ja nicht beobachten, das wird eh alles protokolliert. Wir können uns die Vergangenheitswerte anschauen“. Ach so? Und was sagen die Werte zu 14:30 Uhr, als die Modulation so abartig schlecht war? „Da sehe ich nix. Aber das ist ja gut dass sie schwankt, dann bleibt die Verbindung stabil.“
Es ist ein Jammer, dass man diese Spinner nicht schneller und einfacher mit finanziellen Sanktionen belegen kann. Das müsste denen richtig weh tun, derartige Inkompetenz zu liefern.
Da hier mittelfristig nicht mit Glasfaser zu rechnen ist, werde ich also nochmal bei der Telekom nach VDSL aus dem Jahr 2006 fragen. Technikland Deutschland.
Bloke
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EIN-MAL mit Profis… Bitte!!!
(mehr …)Internet Service Provider, der
[ˈɪntɐnɛt ˈsɜːvɪs prəˈvaɪdə]Substantiv, maskulin
1. Unternehmen, das gegen regelmäßige Zahlung erheblicher Geldbeträge gelegentlich eine Internetverbindung bereitstellt und im Gegenzug ein bemerkenswertes Maß an Verständnis für deren Ausfälle erwartet.
2. Geschäftsmodell, bei dem die Qualität des angebotenen Dienstes in umgekehrt proportionalem Verhältnis zur Kreativität der Begründungen steht, weshalb ein bestehendes Problem nicht behoben werden kann.
3. Mafiöse Organisation, die bei Störungen nach dem bewährten Prinzip „Es liegt nicht an uns“ verfährt und die Ursache wahlweise beim Kunden, dessen Router, dessen Endgerät, dessen Kabel, dessen Sternzeichen oder beim Wetter vermutet.
Besonderes Merkmal:
Der Kundensupport ist häufig nur so lange zuständig, bis der Kunde tatsächlich ein Problem hat. In diesem Fall wird die Zuständigkeit unverzüglich an eine andere Abteilung, einen anderen Anbieter oder die physikalischen Eigenschaften des Universums delegiert.Beispiel:
„Seit einer Woche habe ich kein Internet, aber mein Internet Service Provider hat mir versichert, dass die Leitung völlig in Ordnung sei.“Gebrauch, scherzhaft:
„Ich habe gestern meinen Internet Service Provider angerufen. Nach 47 Minuten wusste ich zwar immer noch nicht, wann mein Internet wieder funktioniert, aber dafür wusste ich, dass ich selbst schuld bin.“ -

Kurz vor Schluss
Wir haben nun deutlich mehr als die Hälfte des Urlaubs hinter uns aber wir freuen uns dennoch über jede Menge vor uns liegende schöne Erlebnisse. So auch am heutigen Tag, an dem wir uns einmal rund um Lynton umgesehen haben
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Der lange Weg nach (nord)Osten
Nun war es schon wieder an der Zeit, das Südwestende Englands zu verlassen und damit lagen schon fast zwei Drittel unserer Rundreise hinter uns. Das Schöne an „zwei Drittel“ ist zumindest: Das letzte Drittel hat man noch vor sich!
Auf unserem Weg von Helston zur nächsten Unterkunft in Lynton, nördlich von Exmoor, standen zwei Stopps auf dem Plan: Ein Rosamunde Pilcher Drehort (der entgegen der ersten Annahme selbst heutzutage noch gerne für Dreharbeiten genutzt wird und auch bei uns ein bisschen Drama veranstaltet hat – dazu gleich mehr), und die Überreste von – der Sage nach – König Arthusens Burg: Tintagel Castle. Hier galt es, die korrekte Aussprache zu klären.
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Im Zeichen der Sonne
Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Sonne, in zweierlei Hinsicht:
- Stonehenge fotografieren bei Tag und am Abend
- Der Hitze entkommen
Es stand fest, dass es heute in Salisbury bis zu 34 Grad heiß werden sollte. Rückblickend auf das letzte Jahr in Schweden haben wir ein Händchen dafür immer dann in ein Land / eine Region zu fahren, wenn die dort den Jahrhundertsommer haben. Wir waren dahingehend jedenfalls froh, bereits den allerersten Slot zur Besichtigung von Stonehenge um 9:30 Uhr gebucht zu haben.
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Ein Tag in der Natur – überwiegend
Ja, ich weiß, der Titel sagt „in der Natur“. Aber wir haben diesen Tag dennoch in einer kleinen Stadt begonnen, in Falmouth. Erstens mussten wir ein bisschen „Apres Soleil“ Sonnenmilch „für hinterher“ besorgen, da ich die Hitzewelle in Südengland ein bisschen falsch eingeschätzt hatte, und außerdem war es eh in der Nähe.
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Ein Tag der „Extreme“
Am Samstag standen die Zeichen auf Extreme. Wir wollten heute den westlichsten Punkt des Festlandes, Lands End, besuchen. Mehrfach haben wir bisher den Hinweis bekommen, das NICHT zu tun, da es dort mittlerweile sehr voll und sehr kommerziell sein solle. Es stand aber auf meiner „Bucket List“ und ich wollte mir einen eigenen Eindruck verschaffen. Und so haben wir uns an einem wie ich fand guten Vorschlag orientiert:
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