Amsterdam der Zweite!

Vergesslichkeit im Alter (und im Freizeitstress)!

Ja, Mensch, wieso sagt mir denn keiner Bescheid? Da hab ich doch glatt was vergessen! Am Wochenende meines 50. Geburtstags war ich – wie ihr alle wisst – in Amsterdam. Einen Teil des Besuchs habe ich hier schon beschrieben. Aber irgendwie ist in der Hektik der Vorbereitungen zu meiner Feier die zweite Hälfte völlig vergessen worden. Deshalb hier noch der Nachtrag.

Kunst in der Unterführung

Gleich am Sonntag Früh ging es wieder zum Frühstück. Diesmal in den Breakfast Club. Auf dem Weg dort hin mussten wir durch eine Unterführung. Eine, wie es tausende in hunderten Städten gibt. Aber Amsterdam macht auch hier einiges anders: Man KANN aus einer Unterführung nämlich auch eine Kunstgalerie machen. Wer hätte das gedacht:

Frühstück im Breakfast Club

Kurz nach dem Foto für den Status (siehe unten) sah das Frühstück im Breakfast Club nicht mehr ganz so appetitlich aus. Wieso? Weil ich immer noch geistig halb im Bett lag und beim Zurückstellen der Tassen den Kaffee umgeworfen habe. Da der Tisch – wie ihr sehen könnt -aus Brettern mit „Abstand“ besteht, ist der Kaffee auch direkt durch und fast auf Evas schicke Schuhe gelaufen. Zum Glück ist a) wenig passiert und b) gleich ein neuer Kaffee geliefert worden.

Ansehnliches und leckeres Frühstück im Breakfast Club.

Vondel Park

Vom Frühstück ging es zunächst wieder in Richtung der Food-Hallen (eine der wenigen zugänglichen Toiletten der Gegend 😉 ) und von da in den Vondel Park.

Das ist ein bisschen wie im Luisenpark, nur ohne Eintritt. Viele Menschen machen dort Sport (Joggen, Fahrradfahren), andere treffen sich mit Yoga-Gruppen und Schwangerschaftsgymnastik. Und dazwischen gibt es immer wieder auch Wasser und Tiere.

Eingangstor zum Vondel Park.

Bei all dem Trubel weicht – wer kann – aufs Wasser aus, um dort seine Ruhe zu haben:

Schwimmendes Nest im Vondel Park.

Spazieren durch die Stadt / Waterkant

Vom Vondel Park ging es wieder in Richtung Innenstadt. Dabei kamen wir an einem „Biergarten“ vorbei, der Eva schon immer interessiert hatte. Passend zur Lage heißt der: Waterkant. Das ist ein wirklich entspannter Laden, eher dem Studenten-Milieu zuzuordnen. Wir haben dort eine Kleinigkeit gegessen, was günstiger war als erwartet.

Die Waterkant vom „anderen Ufer“ aus gesehen.
Im Biergarten, in Vorfreude auf ein Schnitzelbrötchen.

Auf dem Weg von der Waterkant zum Nemo Museum, sind wir – Touristenkonform – auch am Blumenmarkt vorbei gekommen:

Museumsterrasse

Ihr merkt schon, wir waren am Sonntag wieder heftig zu Fuß unterwegs und haben Kilometer gemacht. Zum späteren Nachmittag haben wir noch eins oben drauf gesetzt, und eine Bergetappe eingeschoben: Auf die Dachterrasse des Science-Museum NEMO.

Denn dort gibt es neben einer erfrischenden Wasserlandschaft – die zugegebenermaßen überwiegend von Kindern frequentiert wird – auch eine kleine Bar/Restaurant mit erfrischend kalten Getränken.

Eingangsbereich des Science Museums.

Gleich um die Ecke vom Eingangsbereich beginnt der Aufstieg:

Der lange, heiße Aufstieg auf das Museum…
Rauchende Füße abkühlen…

Von hier oben kann man einen schönen Blick auf die Altstadt und den Bahnhof von Amsterdam werfen. Und auf dem Rückweg zur Fähre merkt man dann: Das NEMO ist insgesamt ein interessant gestaltetes Gebäude:

Am, im und unterm Wasser?

Den Abend wollten wir diesmal etwas schicker, im Hafenrestaurant ausklingen lassen. Das lag etwa 15 Gehminuten vom Hotel entfernt. Es brauchte also weder Fähre noch Straßenbahn und erst Recht kein Auto. Was es aber fast gebraucht hätte: Einen Regenschirm. Denn wir haben das Restaurant kaum erreicht, da zogen rabenschwarze Unwetterwolken auf. Während wir zum Glück schon an unserem Tisch saßen, ging draußen die Welt unter. Vom Unwetter selbst habe ich leider keine Fotos, ich war zu sehr mit Gaffen beschäftigt. Aber hinterher war vor dem Fenster nicht nur alles durcheinander gewirbelt, sondern auch wieder überraschend friedlich. Und nass.

Unwetterlogenplatz im Restaurant.

Letzter Tag: Abschied mit Adam Lookout

Angesichts des Unwetters vom Vorabend war ich nur zurückhaltend optimistisch, was die Schaukelwahrscheinlichkeit für den Montag Vormittag betraf. Die Was? Gleich…

Zunächst haben wir den Tag mit einem Frühstück bei Evas Lieblingsbäcker gestartet. Da waren wir auch schon am ersten Tag. Diesmal haben wir aber auch noch leckere Marmelade eingekauft. Danach ging es diesmal mit einer anderen Fähre genau nach Gegenüber vom Bahnhof. Dort steht ein Hochhaus, auf dessen Dach eine große Schaukel steht. Der Adam Lookout:

Oben rechts auf dem Dach erkennt ihr die Stützen der Schaukel.

Da man mit der Schaukel auf dem Lookout direkt über den Abgrund schaukeln kann, musste ich mir diesen Spaß einfach gönnen. Mangels Schwindelfreiheit bei Eva…. alleine.

Schaukeln über dem Abgrund.

Dafür war Eva durchaus für Wortspiele zu haben:

Adam & Eve!

Und zum guten Schluss, bei strahlendem Sonnenschein, gab es nochmal ein Panorama mit Blick vom Adam Lookout auf die Stadt (anklicken!):

Das Panorama vom Adam Lookout auf die Stadt.

So, das war’s fürs Erste aus Amsterdam. Der nächste Trip ist aber schon gebucht: In der Adventszeit, zum Lichterfestival. Das wird voraussichtlich „Schweres Fotogepäck“ erfordern, da kommt nämlich das Stativ mit.

Viele Grüße,
Bloke.

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