Ein Tag in der Natur – überwiegend

Ja, ich weiß, der Titel sagt „in der Natur“. Aber wir haben diesen Tag dennoch in einer kleinen Stadt begonnen, in Falmouth. Erstens mussten wir ein bisschen „Apres Soleil“ Sonnenmilch „für hinterher“ besorgen, da ich die Hitzewelle in Südengland ein bisschen falsch eingeschätzt hatte, und außerdem war es eh in der Nähe.

Falmouth

Zu Falmouth gibt es nicht allzuviel zu sagen, außer dass es eine nette kleine Stadt mit einer aufgeräumten Fußgängerzone ist. Leider gibt es in dem Teil, den wir gesehen haben, wenig Uferpromenade, dafür aber jede Menge goldige Läden. Angenehmerweiße wenig bis keine großen Ketten sondern eher individuelle kleine Shops. Noch dazu mit der nötigen Portion Humor:

Blick durch die Fußgängerzone:

Eine Arkade gab es auch. Im klassischen Shabby Schick, aber zum dem Zeitpunkt leider noch geschlossen:

Glendurgan Gardens

Nachdem alle Besorgungen erledigt und die Parkzeit abgelaufen war , ging es weiter zum ersten richtigen Punkt auf der Agenda: Dem Herrenhaus Glendurgan mit seinem Garten.

Soviel vorweg: Niemand hatte mich im Vorfeld darüber informiert, dass es sich um ein relativ steiles Tal handeln würde, das man vom Haus oben bis ganz hinunter durchlaufen kann/soll und wo es auf dem Rückweg (aufwärts natürlich) ein Labyrinth gibt, in dem man zusätzliche Höhenmeter machen muss. Immerhin gab es am Strand auch ein kleines Eis, das hat mich entschädigt und die „Kerntemperatur“ in Grenzen gehalten. Hier nun einfach ein paar Bilder:

Godolphin

Das Haus Godolphin hat uns im Vorfeld etwas skeptisch gemacht, da sich einzelne Besucher bei Google darüber beschwert haben, dass man nur einen kleinen Teil des Hauses besichtigen kann. Vor Ort hat sich dann aber heraus gestellt, dass die Besitzer es zum Schutz nur in der ersten Woche des Monats öffnen, damit z.B der alte Holzboden nicht zu sehr leidet. In den restlichen drei Wochen ist es entweder geschlossen (nur der Garten und ein Raum im Erdgeschoss, die Königshalle, sind dann geöffnet) oder es wird an kleine Gruppen ganzwöchig vermietet (Selbstversorgerunterkunft). Hat jemand 5.000 Pfund übrig? Man kann immerhin bis zu 12 Personen sein, dann wird es pro Kopf günstiger. Eine Attraktion sieht man nur in der ersten Woche, wenn es geöffnet ist, bei Vermietung ist das abgeschlossen: Die erste jemals in Cornwall angebrachte Tapete!

Auch über das Cafe wurde sich in den Rezensionen beschwert, es habe keine Sitzplätze. Stimmt. Wenn man aber nachfragt, dann erfährt man, das es ein statisches Problem mit dem Fußboden gibt und dieser teilweise eingebrochen ist. Wir haben – dank des guten Wetters – einfach unsere Getränke und den Scone mit auf die Wiese genommen und uns dort in den Schatten gesetzt. Dort haben wir dann eine gute Stunde sehr entspannt verbracht.

Porthleven – once more

Zum Abschluss gab es ein weiteres Mal leckeren Fisch und angenehme Atmosphäre in Porthleven:

Dabei haben wir uns fast ein bisschen wie „locals“ oder auch „regulars“ gefühlt denn glaubt es, oder glaubt es nicht: Während wir da saßen, den Blick auf den Hafen und das Essen genossen, da sprach uns ein netter Tischnachbar vom Vorabend an mit den Worten „Hey, you came back?“ und es entstand ein kurzes, nettes Gespräch. An diesen Laden könnte ich mich echt gewöhnen. Wir haben schon geschaut, wie man da für einen Kurztrip am effizientesten hin kommt 😉

Bloke