Alles Käse, oder was? Im Gegenteil!

Wie ihr ja schon mitbekommen habt, haben wir die Grenze des guten Geschmacks von Schokolade zu Käse überschritten. Erster Aufenthalt: Den Haag. Aber war hier alles Käse? Nein! Natürlich nicht. Im Gegenteil. Ich muss aber sagen, dass wir es hier ein wenig ruhiger haben angehen lassen.

Und daher werde ich Euch nicht mit langen Geschichten Quälen, sondern neben ein paar kurzen Infos überwiegend optische Eindrücke mit Euch teilen.

Schnaps, das war sein letztes Wort…

Wer mich kennt, der weiß, dass ich keinen Alkohol trinke. Ich bin aber guten, alkoholfreien Cocktails nicht abgeneigt. Und mittlerweile muss ich sagen: In Belgien und Holland wird man als Nicht-Alkoholiker geradezu diskriminiert. Es war echt nicht leicht, gute alkoholfreie Cocktails zu finden. Bis wir dann nach Den Haag gekommen sind, wo sich das Blatt gewendet hat:

Auftakt im Barlow mit einem Grapefruit&Honig Drink:

Grapefruit & Honig neben Aperol.

Aber dann haben wir auf dem Grote Markt auch noch eine echte Cocktail Bar entdeckt: Vavoom! Tiki Room.

Vavoom!

Und weil es dort so schön war, haben wir das mehrfach besucht:

Zweiter Abend im Vavoom!

Unser Hotel hatte aber auch eine schöne Hotelbar mit einem Sitzplatz an der Fußgängerzone:

Hotelbar!

Up and Down and Round and Round…

Von Den Haag aus ist es eine 20-minütige Straßenbahn-Fahrt nach Scheveningen mit einem riesigen Pier inklusive Bungy-Turm, Zip-Line und Riesenrad. Wir hatten hier echt viel Spaß:

Scheveninger Pier mit Zipline und Bungy!

Auch praktisch: Der Strand ist dort in beschilderte Bereiche untergliedert, damit sich auch kleine Kinder gut orientieren können: Wir liegen zwischen Papagei und Haus… 😉

Abschnitte am Strand.

Unser Hotel hatte aber auch so seine Besonderheiten…

Das Treppenhaus hatte – wie allgemein üblich in nördlichen Gefilden – extrem kleine Stufen zu bieten, die mir eine unfallfreie Nutzung echt erschwerten. In diesem konkreten Fall war aber die Optik sehr gefällig, erinnerte das Treppenhaus doch fast ein bisschen an Hogwarts…

Hogwarts?

Und wer sich schon immer mal gefragt hatte, wo eigentlich Gläser entstehen: Die werden in diesem Hotel geerntet. Über den Tag sammelten sich an verschiedenen Ecken im Hotel immer wieder Gläser an (nachwachsende Ressourcen!), die gegen Abend vom Personal geerntet wurden. Ich habe nicht heraus finden können, wie ich an Ableger komme…

Hier werden Gläser geerntet.
Hier übrigens auch!

Schwarzes Gold

Natürlich gibt es in Den Haag auch ein paar Schallplatten-Läden. Zum Leidwesen meines Girokontos habe ich gleich mehrfach zugeschlagen:

Einmal bei einem wirklich schrulligen Laden:

Retro-Aufnahme in Mono.

Einmal in einem Buchladen, der nebenbei auch ein paar schöne Schallplatten im Sortiment hatte. Ich vermute, den hatten Vinyl-Jäger nicht auf dem Radar:

Aus dem Buchladen…

Sonstiges aus Den Haag

Darüber hinaus hatte Den Haag für uns noch ein paar kleinere Highlights zu bieten, die aber vielleicht nicht jeden direkt mit reißen:

Zum Einen wäre da der Internationale Gerichtshof. Im Grunde eine beeindruckende Institution, kann aber nur von außen besichtigt werden. Insofern haben wir da nicht lange gebraucht:

Wunschbaum am Internationalen Gerichtshof / Besucherzentrum.
Der Internationale Gerichtshof.

Beim Schlendern durch die Innenstadt haben wir auch eine wunderschöne Passage entdeckt. Ich mag ja diese mit Glasdach vor Unwetter geschützten Passagen. In einer davon war man sogar sehr gut behütet:

Passage in Den Haag
Hier auch in gut behütet!

Beim weiteren Bummeln durch die Innenstadt kommt man auch an kleinen Plätzen mit Statuen vorbei, hier an Stadhouder Prins Willem de 1e:

Reiterdenkmal

An zwei Abenden sind wir zum Essen in die Foodhallen gegangen. Dort findet man – wie das halt in Food-Courts so ist – viele verschiedene Buden/ Restaurants und kann sich unkompliziert einfach das aussuchen, worauf man gerade Appetitt hat. Ich fand es sehr lecker und verhältnismäßig günstig.

Am letzten Tag fanden zufällig gleich zwei (Floh-)märkte im Stadtzentrum statt: Zum Einen ein französischer Markt am Lange Vijverberg / Buitenhof, auf dem ich mich gleich mit Crepes versorgt habe. Und ein Antik-/Flohmarkt auf einer Straße Namens „Lange Voorhout“, was ich für sich genommen schon reichlich schräg finde… Wir haben hier zwar nichts gekauft, uns ist aber direkt aufgefallen, dass es sich hier deutlich entspannter schlendern lässt als auf vergleichbaren Märkten in unserer Region. Keine Halsabschneider, zumindest vordergründig gute Qualität und Fachhändler.

Selbst wenn Den Haag für sich betrachtet vielleicht wenig Highlights bietet (die Fußgängerzone ist klasse und der Trubel abends vor den ganzen Kneipen ist echt schön aber das hängt ja immer auch von den eigenen Vorlieben ab) finde ich die Nähe zu Scheveningen, Delft und auch Rotterdam echt klasse. Hier kann man immer mal einen Stopp einlegen und ggf. Ausflüge in die nähere Umgebung starten.

Bloke