Konzertfotografie – noch was zum Schluss!

Aller guten Dinge sind drei!

Mit einem dritten – kurzen – Artikel will ich meine Serie zur Konzertfotografie zuende bringen. Eigentlich ist das auch eher eine abschließende Bildergalerie mit Fotos von früheren Konzerten.

Aber ein bisschen was hab ich trotzdem noch: Mir ist aufgefallen, dass ich Euch zwar Bilder gezeigt, Euch aber nichts zum eigentlichen Thema geschrieben habe. Deshalb will ich Euch hier GANZ KURZ zusammenfassen, worauf es bei der Konzertfotografie meiner Meinung nach ankommt und mit welchen Einstellungen ich bisher die besten Ergebnisse erzielt habe.

Tipps

Wer auf Konzerten Fotos schießen will, sollte aus meiner Sicht folgendes beachten (solange er das nicht professionell und mit Presseausweis tut):

  • Vorher die Band / das Management fragen.
  • Den Club / die Location fragen.
  • Davon ausgehen, dass man ganz normal Eintritt zahlt.
  • Es nicht übertreiben. Da sind Leute, die wollen das Konzert genießen. Und es nervt ungemein, wenn da immer einer mit Fototasche und Kamera herum turnt.
  • Den Standort zwar wechseln, aber gut überlegt und nicht zu oft. Freundlich bleiben und nicht drängeln.
  • Der Band hinterher die besten Bilder zur Verfügung stellen.

Mit diesen Einstellungen / dieser Ausrüstung habe ich bisher passable Ergebnisse erzielt:

  • Möglichst großer Sensor (also APS-C und größer). Kompaktkameras oder gar Handys kommen mit dem wenigen Licht nicht gut zurecht.
  • Möglichst große Blendenöffnung. Meine Zooms haben alle Blende 4 und das geht nur, weil meine Kameras relativ weit hoch kommen bei der Empfindlichkeit. ISO 3.200 und höher ist dann oft Pflicht. Festbrennweiten liegen bei mir zwischen 1.4 und 1.8 (50 mm bzw. 85mm) und das erlaubt mir häufig, auf ISO 1.600 herunter zu gehen -> weniger Rauschen.
  • Grundsätzlich neige ich dazu, die Bilder vor Ort etwa 1,5 bis 2,5 Blenden zu niedrig zu belichten. Erstens würde die Automatik bei wenig Licht versuchen, eher zu hell zu belichten – was unnötig ist. Schwarz soll Schwarz bleiben. Zweitens habe ich so etwas mehr Spielraum bei Blende, Zeit und ISO.
  • Ich fotografiere fast immer mit manueller Einstellung: Zeit ungefähr bei 1/200 (damit die Bewegungen der Künstler noch halbwegs eingefroren werden, sonst wird alles unscharf), Blende so weit auf wie möglich (wie oben gesagt, hängt vom Objektiv ab). ISO entweder auf Automatik (dann aber eine Unterbelichtung von ca. 2 Blenden einstellen), oder manuell auf einen Wert, der im Ergebnis etwa 2 Blenden zu dunkel entspricht.

Anschaulich

So, und jetzt noch zwei Galerien, die auf zwei schon länger zurückliegenden Konzerten entstanden sind:

Vor ca. 9 Jahren bei Boppin’ B:

Letzten November bei Phil Campbel and the Bastard Sons:

Grüße,
Bloke

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