Diese Woche bin ich beruflich für einen Tag in Kopenhagen. Ich weiß, ist eigentlich verrückt. Aber es ging halt nicht anders. Der Trip stand schon von Anfang an unter einem fragwürdigen Vorzeichen, weil ich terminbedingt den späten Flug nehmen musste, Ankunft um 22:00 Uhr.
Hin
Noch besser war der Check-In: Wenn ich IRGENDEINEN der letzten 4 Plätze auswählen hätte wollen, ganz unabhängig davon, ob der mehr Platz oder sonst einen Vorteil gehabt hätte, wären nochmal 15 Euro extra fällig gewesen. Also hab ichs gelassen und auf „Weiter“ geklickt: Das System hat mir 23D zugeteilt. Na schaumermal.
Die Krönung dann: Der eigentlich um 20:30 Uhr geplante Abflug verzögerte sich immer weiter, sodass wir letztlich mit einer Stunde Verspätung los kamen. Fast schon bahnmäßige Zustände heute.
ABER es gab auch einen Lichtblick, obwohl das zunächst ganz anders aussah: Beim Boarding wurde mir schnell klar: Das ist eine kleine Sardinenbüchse (Bombardier Canadair CRJ 900). Aufrecht in der Mitte stehen ist nicht und die Bestuhlung war nach dem Motto: Zwei links, zwei rechts, zwei fallenlassen.
Mein Platz war der vorletzte, direkt am Klo und mein Sitznachbar – obwohl nicht übermäßig wuchtig von Statur – ging unfreiwillig auf Tuchfühlung. Was solls. Also Koffer oben, Laptop unten und Jacke am Haken verstaut. Danach hab ich mich irgendwie rein gefaltet – Ist ja nur für eine Stunde.
Zu meiner großen Überraschung und Freude kam nach dem Boarding und der Sicherheitsunterweisung die Flugbegleiterin vorbei und hat mir angeboten, mich drei Reihen weiter vor zu setzen. Da war ein Doppelplatz frei. Wie cool ist das denn? So konnte ich alles angenehm verstauen UND meine langen Gräten ein bisschen ausstrecken. Ich hab mich gefreut. Ob das morgen auf dem Rückflug ähnlich klappt?
Und wieder zurück
Um es kurz zu machen: Jein. Ich hatte diesmal leider keine Reihe für mich. Es waren zwar noch einige Plätze frei, aber ich musste auf dem Rückflug auf dem mir zugewiesenen Platz bleiben. Im Grunde war das ja zu erwarten. Nicht zu erwarten war allerdings, dass es schon wieder mit deutlicher Verspätung los ging, obwohl der Flieger pünktlich am Gate stand.
Während die Passagiere sich in zunehmender Anzahl rund um die geplante Boarding-Zeit am Gate einfanden, konnte man draußen erkennen, wie über längere Zeit „Gelbjacken“ aus dem Flugzeug kamen und wieder darin verschwanden. Was war da los?
Als wir mit gut 30 Minuten Verspätung endlich in das Flugzeug einsteigen konnten begrüßte mich die Flugbegleiterin mit einer Entschuldigung: Auf dem Hinflug ist ein Passagier krank geworden und sie mussten zuerst umfangreich reinigen und desinfizieren, bevor wir einsteigen konnten. Auf Nachfrage hat sie mir zwar einen Platz weit entfernt von meinem genannt…. das könnte aber auch geflunkert gewesen sein.
Naja, zumindest bin ich auch im Nachhinein nicht krank geworden. Ist also noch einmal gut gegangen 🙂
Grüße und bleibt gesund,
Bloke
