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	<title>Biking &#8211; Bloke on the Go</title>
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	<description>Ich interessiere mich fürs Reisen und möchte Euch hier von meinen Erfahrungen bei der Planung , von der genutzten Ausrüstung und natürlich den Reisen selbst erzählen.</description>
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	<title>Biking &#8211; Bloke on the Go</title>
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		<title>Eine Konstante ist fix im Leben&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloke On-the-Go]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Sep 2019 08:19:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biking]]></category>
		<category><![CDATA[Locations and Venues]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8230; nasse Schuhe am Stilfser Joch! Wie es dazu kam? Lest selbst: Der erste Artikel in diesem Blog handelte vom Fahrrad-Tag am Stilfser Joch. Damals, vor 12 Monaten, hat es in der Nacht zum Radtag so viel geschneit, dass die Veranstalter kurzfristig das obere Drittel der Strecke wegen Schneeglätte geschlossen haben. Ich hingegen war letztes [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; nasse Schuhe am Stilfser Joch! Wie es dazu kam? Lest selbst:</p>
<p><a href="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/2018/09/09/auf-ab-wieso-tu-ich-mir-das-an/">Der erste Artikel</a> in diesem Blog handelte vom <a href="http://www.stelviopark.bz.it/radtag/">Fahrrad-Tag am Stilfser Joch</a>. Damals, vor 12 Monaten, hat es in der Nacht zum Radtag so viel geschneit, dass die Veranstalter kurzfristig das obere Drittel der Strecke wegen Schneeglätte geschlossen haben.</p>
<p>Ich hingegen war letztes Jahr halbwegs vorbereitet.</p>
<div>DIESES Jahr war alles anders. Aber auch wirklich alles. Bis auf eines, das war genau so wie letztes Jahr <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></div>
<p><span id="more-1607"></span></p>
<ol>
<li>Das Wetter dieses Jahr war zwar etwas unsicher, aber definitiv besser als letztes Jahr. Es hat weder auf der Hinfahrt noch am Abend und schon gar nicht auf der Passhöhe geregnet. Konsequenterweise gab es daher keinen Schnee auf dem Pass und auch keine Sperrung. Die ganze Strecke mit ihren 25 Kilometern und den 1.800 Höhenmetern war verfügbar.</li>
<li>Aber ich war exzessiv untertrainiert. Ich saß dieses Jahr höchstens vier mal auf dem Rad und das auch nur bis ca. April. Somit hatte bis letzte Woche mein Bauchfett wieder die Herrschaft über die Oberschenkel übernommen. Und das sollte sich bitter rächen.</li>
</ol>
<h2>Hin</h2>
<div>
<figure id="attachment_1613" aria-describedby="caption-attachment-1613" style="width: 261px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-1613" src="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190830_175649-600x800.jpg" alt="" width="261" height="348" srcset="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190830_175649-600x800.jpg 600w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190830_175649-768x1024.jpg 768w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190830_175649-1200x1600.jpg 1200w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190830_175649-1320x1760.jpg 1320w" sizes="(max-width: 261px) 100vw, 261px" /><figcaption id="caption-attachment-1613" class="wp-caption-text">Wie immer am Freitag Abend: Erst mal mit dem Auto hoch. Strecke checken.</figcaption></figure>
<p>Auf der Anreise war die Welt noch in Ordnung. Die erfolgte zwar in leicht geänderter Zusammensetzung, aber bei schönem Wetter. Im Gegensatz zu meiner Mutter und deren Partner, saß dieses Jahr meine Freundin mit im Auto. Und irgendwo vor uns war ein Bus mit drei Arbeitskollegen unterwegs. Die Kollegen hatte ich im Laufe des Jahres &#8222;angefixt&#8220;. Da es sich um gut trainierte &#8222;Wöchentlichfahrer&#8220; handelte war mir von vornherein klar, dass unsere Zeitplanungen für den Samstag herzlich wenig Überschneidungen aufzeigen würden. Und so kam es auch.</p>
</div>
<div></div>
<div>
<figure id="attachment_1610" aria-describedby="caption-attachment-1610" style="width: 312px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-1610" src="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190830_181217-800x600.jpg" alt="" width="312" height="234" srcset="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190830_181217-800x600.jpg 800w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190830_181217-768x576.jpg 768w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190830_181217-1200x900.jpg 1200w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190830_181217-1320x990.jpg 1320w" sizes="(max-width: 312px) 100vw, 312px" /><figcaption id="caption-attachment-1610" class="wp-caption-text">Backup-Plan: Wenn ich mal auf Fahrrad keine Lust mehr habe, dann damit: Ariel Atom <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></figcaption></figure>
<p><strong>Die kurze Version: </strong></p>
</div>
<p>Die Kollegen sind deutlich später als ich auf den Radtag gestartet, waren deutlich früher als ich zurück im Hotel, und hatten deutlich weniger Schmerzen &#8211; sowohl unterwegs als auch im Anschluss.</p>
<div><strong>Die lange Version:</strong></div>
<div>Aua!</div>
<p>Aber der Reihe nach:</p>
<div>Dass ich dieses Jahr &#8211; sagen wir mal &#8211; suboptimal auf das Stilfser Joch vorbereitet war wusste ich im Grunde sehr früh. Aber ich wollte es dennoch probieren, konnte aber nicht sicher sein, oben anzukommen. So gesehen fand ich es schön, dass meine bessere Hälfte sich bereit erklärt hatte, mit zu fahren. Es gab sogar einen Shuttle-Bus, der eine handvoll Schaulustige vor der Straßensperrung auf den Pass hoch gefahren und nach 16 Uhr wieder herunter gebracht hat. Diesen Shuttle hatte sie gebucht, obwohl ich es möglicherweise gar nicht bis oben schaffen und sie den Tag &#8222;alleine&#8220; verbringen würde. Die Tatsache, dass sie da oben warten würde, hat mich zusätzlich motiviert, sie nicht umsonst dort warten zu lassen.</div>
<h2>Holpriger Start!</h2>
<p>Die Dame vom Tourismusbüro hatte uns sogar eine Busverbindung von Glurns nach Prad heraus gesucht (6:45 Uhr), damit sie pünktlich am Shuttle sein konnte. Und da ging der Tag dann los. Denn der Linienbus nach Prad kam nicht. Obwohl wir mit gut 50 Minuten Puffer zum Gipfelshuttle auf die üblichen Ungenauigkeiten bei Busreisen in entlegenen Gegenden gut vorbereitet waren, setzte 10 Minuten später das Adrenalin ein. Der örtliche Fahrplan an der Haltestelle vermerkte mit einer kleinen Fußnote, dass dies ein Bus an Schultagen war. Keine Verbindung&#8230;</p>
<p>Nächster Plan: Das Auto aus der Garade holen, hin und her gondeln und dann eine Stunde später auf dem Fahrrad starten&#8230;</p>
<div>Das gestaltete sich schwierig, Ich hatte nämlich den Garagenschlüssel nicht. Der war bei den Kollegen, die ihre drei Rennräder zu meinem Kombi in Sicherheit gebracht hatten &#8211; Fahrradkeller sind ihre Sache nicht. Und die Kollegen schliefen noch. Da niemand auf meine Nachricht reagierte und die Zeit raste, musste ein Alternativplan her. Zumal es mittlerweile so spät war, dass der Shuttle auf den Pass wahrscheinlich weg gewesen wäre.</div>
<div>
<p>Aber: Es waren um diese Zeit eine MENGE Leute mit dem Auto (und Fahrrädern auf dem Träger) auf dem Weg nach Prad. Also ging es auf die Schnelle per Anhalter. Eva war unterwegs und alles sah soweit gut aus.</p>
<p>Ich hatte aber doch Sorgen und wollte sichergehen, das alles geklappt haben würde. Deshalb habe ich mich überhastet fertig gemacht und bin mit kalten Beinen schnell nach Prad geradelt. 20 Minuten später hatte ich Gewissheit, dass alles geklappt hatte, war aber auch schon halb sauer gefahren.</p>
<h2>Rauf</h2>
<div>Wie ihr vielleicht noch vom letzten Jahr wisst, unterteile ich die Strecke aufs Joch in drei etwa gleiche Segmente:</div>
<ul>
<li>Von Prad bis Trafoi</li>
<li>Dann von Trafoi bis Franzenshöhe</li>
<li>Und zuletzt von der Franzenshöhe bis auf den Pass</li>
</ul>
<p>Jedes dieser drei Segmente besteht aus ca. 600 Höhenmetern und etwa 7-9 Kilometern Strecke.</p>
<p>Also bin ich, halb warm gefahren, halb sauer gerast, auf die Strecke gestartet. Überraschenderweise habe ich die ersten 600 Höhenmeter bis Trafoi noch gut hinter mich gebracht. Mir war ja klar, dass ich schlecht trainiert hatte, also habe ich grob mit ca. 2 Stunden je Abschnitt gerechnet. Und ich war tatsächlich nach ca. 1,5 Stunden (9:30) in Trafoi.</p>
<figure id="attachment_1612" aria-describedby="caption-attachment-1612" style="width: 409px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-1612" src="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190831_092709-800x600.jpg" alt="" width="409" height="307" srcset="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190831_092709-800x600.jpg 800w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190831_092709-768x576.jpg 768w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190831_092709-1200x900.jpg 1200w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190831_092709-1320x990.jpg 1320w" sizes="(max-width: 409px) 100vw, 409px" /><figcaption id="caption-attachment-1612" class="wp-caption-text">Good old boy arrived in Trafoi&#8230;</figcaption></figure>
<p>Allerdings habe ich da schon gemerkt, dass ich leicht über meine Verhältnisse gefahren bin. Die Beine haben gebrannt und die Puste ging heftig.</p>
<div>Eine gute halbe Stunde später, kurz vor dem &#8222;Weißen Stein&#8220;, passierte es dann: Krämpfe in beiden Beinen. Gleichzeitig. Ich bin fast vom Fahrrad gekippt. An Weiterfahren (zumal bergauf) war nicht zu denken. Schieben ging. Also beschloss ich, erstmal ein paar Serpentinen zu schieben. Bei einer kurzen Pause wenige Minuten später holten mich die ersten beiden Kollegen ein. Neben ein paar mitfühlenden Worten gab es für mich noch zwei Salztabletten und ein &#8211; ja was eigentlich &#8211; Nahrungsergänzungs-Gel, dass ich erst kurz vor einer der raren Toiletten nehmen sollte&#8230; :-O</div>
<p>Wisst ihr, wie ätzend diese Salztabletten schmecken?!?</p>
<p>Doch selbst nach einer 20minütigen Pause kamen die Krämpfe schon nach wenigen Metern Bergauffahren zurück. Ich wollte aber weder aufgeben noch rumsitzen. Also bin ich weitermarschiert und habe mich und mein Fahrrad Kehre um Kehre nach oben gewuchtet.</p>
</div>
<p>Nach einem guten Duzend Kehren erreichte ich irgendwann die Fanzenshöhe. Endstation vor einem Jahr. Aber diesmal: Bis zum Gipfel blauer Himmel.</p>
<figure id="attachment_1603" aria-describedby="caption-attachment-1603" style="width: 433px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1603" src="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190831_125910-800x600.jpg" alt="" width="433" height="325" srcset="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190831_125910-800x600.jpg 800w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190831_125910-768x576.jpg 768w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190831_125910-1200x900.jpg 1200w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190831_125910-1320x990.jpg 1320w" sizes="auto, (max-width: 433px) 100vw, 433px" /><figcaption id="caption-attachment-1603" class="wp-caption-text">Dieses Jahr ohne Schnee!</figcaption></figure>
<p>Hier gab es eine Erfrischung, Stärkung und ca. eine Stunde Mittagspause. Von hier aus sind es noch gut 7 Kilometer, 600 Höhenmeter und 22 Serpentinen bis zur Passhöhe. Ich hatte ja gehofft, dass sich meine Oberschenkel etwas erholen, sodass ich zumindest die längeren Geraden mit geringerer Steigung fahren könnte.</p>
<p>Aber schon kurz nach dem Ende der Pause wurde klar: An Fahren war nicht mehr zu denken. Sofort waren die Schmerzen in den Beinen zurück. Fürs Aufgeben war es trotzdem noch zu früh. Die Straße war noch 3 Stunden gesperrt. Theoretisch müsste ich die 6,5 Kilometer bis Oben in gut 2 Stunden schaffen. Also hab ich mich wieder schiebend auf den Weg gemacht.</p>
<p>Erstes Ziel: Wenigstens bis zu einer einstelligen Kehre kommen.</p>
<figure id="attachment_1604" aria-describedby="caption-attachment-1604" style="width: 390px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1604" src="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190831_141053-600x800.jpg" alt="" width="390" height="520" srcset="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190831_141053-600x800.jpg 600w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190831_141053-768x1024.jpg 768w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190831_141053-1200x1600.jpg 1200w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190831_141053-1320x1760.jpg 1320w" sizes="auto, (max-width: 390px) 100vw, 390px" /><figcaption id="caption-attachment-1604" class="wp-caption-text">Fast geschafft. Noch eine unanständig lange Gerade und zwei Kurven bis zum nächsten Etappenziel.</figcaption></figure>
<p>Ungefähr bei Kehre 11, gut 3 km vor der Passhöhe, habe ich dann &#8222;oben&#8220; angerufen um den Zwischenstand zu kommunizieren. Dabei wurde ich ein weiteres Mal über starken Regen informiert (Regen? Bei mir scheint die Sonne und von hier sehe ich auf der Passhöhe blauen Himmel. Wo soll da Regen sein?!?). Und selbst WENN: Umdrehen kam für mich JETZT nicht mehr in Frage, selbst wenn es mich den Berg hinunter spülen würde.</p>
<p>Also beschloss Eva, mir entgegen zu laufen. Das war wirklich sehr nett und mitfühlend, führte aber auch zu einer kleinen Diskussion: Sie meinte es gut und wollte mir den Rucksack tragen. Ich Dickkopf hatte mir aber in denselben gesetzt, es ganz ohne Hilfe zu schaffen. Und so dauerte es noch ein bisschen bis hier hin:</p>
<figure id="attachment_1599" aria-describedby="caption-attachment-1599" style="width: 356px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1599" src="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG-20190831-WA0011-600x800.jpg" alt="" width="356" height="475" srcset="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG-20190831-WA0011-600x800.jpg 600w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG-20190831-WA0011-768x1024.jpg 768w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG-20190831-WA0011.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 356px) 100vw, 356px" /><figcaption id="caption-attachment-1599" class="wp-caption-text">Das ultimative EINstellig.</figcaption></figure>
<p>So kamen wir gegen 15:20 Uhr oben an. Damit war zwar nicht mehr viel Zeit bis zur Abfahrt des Shuttles, aber genug um gemeinsam etwas zu trinken und sich ein bisschen zu unterhalten. Die späte Ankunft hatte auch einen großen Vorteil: Ein paar Stunden früher sah es so aus:</p>
<figure id="attachment_1606" aria-describedby="caption-attachment-1606" style="width: 496px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1606" src="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG-20190831-WA0038-800x600.jpg" alt="" width="496" height="372" srcset="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG-20190831-WA0038-800x600.jpg 800w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG-20190831-WA0038-768x576.jpg 768w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG-20190831-WA0038.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 496px) 100vw, 496px" /><figcaption id="caption-attachment-1606" class="wp-caption-text">Irre. Wo kommen die alle her?</figcaption></figure>
<h2>Runter</h2>
<p>Während Eva also um 16 Uhr den Shuttle zurück nach Prad genommen hatte, saß ich noch bis fast halb5 oben auf dem Pass und habe mich erholt. Außerdem war ich nur mäßig motiviert im nun tatsächlich beginnenden Dauerregen die Abfahrt in Angriff zu nehmen. Ich hatte immerhin zig Spitzkehren und 1.900 Höhenmeter Gefälle auf ca. 30km Strecke vor mir. Mir war klar, dass das eine Tortur für Hände und Bremsscheiben werden würde.</p>
<p>Aber es führte ja kein Weg daran vorbei. Der Regen ließ nicht nach und auf dem Pass zu übernachten kam auch nicht in Frage. Also wurde an allen Extremitäten lange Regenkleidung und Fleece-Lagen angelegt und dann gings los.</p>
<p>Eigentlich ist bergab Fahren ja ein großer Spaß. Wenn man aber bei steigender Geschwindigkeit regenbedingt kaum noch aus den Augen schauen kann, dann wird das doch anstrengend. Zumal auf dieser Strecke erhöhte Aufmerksakeit dringend empfohlen ist. Zum Einen ist der Belag sehr häufig mit Bitumen geflickt worden, das bei Regennässe spiegelglatt wird. Bremsen sollte man darauf tunlichst nicht. Ich musste also permanent Ausschau halten und ausweichen, damit ich mich beim Anbremsen der nächsten Spitzkehre nicht lang lege.</p>
<p>Ja, das Bremsen. Ein Thema für sich. Zum Glück hat mein Fahrrad keine Felgenbremse. Diese kann bei solchen Abfahrten schon mal die Felge derart erhitzen, dass der Schlauch schmilzt und schlussendlich platzt. Aber auch bei Scheibenbremsen gilt es, möglichst in Intervallen und ggf. abwechselnd (vorne/hinten) zu bremsen, um der Hitzeentwicklung entgegen zu wirken. Ein besonderes Thema für mich, denn&#8230; Masse zieht ins Tal. Ganz ohne zu treten habe ich ca. 5-6 Radfahrer bergab überholt, einfach weil ich schneller gerollt bin.</p>
<p>So bin ich also, in Intervallen bremsend, die Augen kneifend und nach Bitumen Ausschau haltend, durch den Regen gerollt und habe dabei nicht nur das kalte Wasser im Schuh schwappen gespürt, sondern auch fast einen backsteingroßen Brocken auf der Straße übersehen. Den habe ich nur um Haaresbreite verpasst.</p>
<p>Zum Glück ging die Wolkendecke im Tal etwas zurück und auf den letzten Kilometern zurück zum Hotel haben mich erste Sonnenstrahlen schon wieder &#8222;angetrocknet&#8220;. Zeit sich zu fragen, wie Eva denn wieder von Prad zurück kommen würde. Hätte ich noch Zeit, mich kurz zu dusche? Das Auto aus der Garge holen? Oder war sie schon per Anhalter unterwegs?</p>
<p>Also ich zielich fertig, nass und kalt auf den Dorfplatz gerollt bin, standen da schon alle. Die Kollegen von Roche UND Eva. Wie das? Der nette Shuttlebusfahrer musste auf dem Heimweg sowieso durch Glurns und hat sie einfach mitgenommen. Das war nett!</p>
<p>Nach einer gefühlt endlos langen heißen Dusche haben wir uns alle zusammen noch auf den Dorfplatz gesetzt und etwas getrunken. Alle wollten mich überreden, mir ein Rennrad zu kaufen, und es nächtes Jahr noch einmal zu versuchen. Was mir damals noch nicht klar war: Das wurde zum Running Gag und seither werde ich regelmäßig nach dem Stand meiner Rennradauswahl gefragt. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<h2>Zurück</h2>
<div>Am Sonntag ging es gemütlich zurück nach Ludwigshafen. Wie erwartet gab es heftige Staus rund um den Fernpass und Ulm. Deshalb haben wir beschlossen, einen Zwischenstopp in Ehrwald einzulegen. Dort haben wir uns das Skigebiet &#8211; gehört zur Zugspitzarena &#8211; mal im Sommer angeschaut. Bei der Gelegenheit gab es wieder ein schönes Photo-Sphere Motiv:</div>
<div></div>
<p>[sps_img img_id=&#8220;1601&#8243; caption=&#8220;Ehrwald sieht vielversprechend aus :-)&#8220;]</p>
<p>Vielleicht kommen wir hier in einem der nächsten Winter mal zum Skifahren her.</p>
<p>Zum Schluss gab es noch einen Kaiserschmarrn (kann mir ggf. jemand in den Kommentaren erklären, was der Schmarrn mit dem Kaiser zu tun hat?) und dann haben wir die restliche Heimfahrt absolviert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1598 aligncenter" src="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG-20190901-WA0003-800x600.jpg" alt="" width="323" height="242" srcset="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG-20190901-WA0003-800x600.jpg 800w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG-20190901-WA0003-768x576.jpg 768w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2019/09/IMG-20190901-WA0003.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 323px) 100vw, 323px" /></p>
<p>Einerseits kann ich an dieses Abenteuer jetzt einen Haken machen, andererseits bin ich nicht ganz auf die Art hoch gekommen, wie ich das eigentlich vor hatte. Werde ich nochmal hin fahren? Ehrlich gesagt weiß ich das nicht. WENN, dann erfordert das tatsächlich ausreichende Vorbereitung mittels Bergtraining im Sommer. Deutlich mehr, als ich dieses Jahr geschafft habe. Sollte ich also nächstes Jahr nicht ausreichend Zeit für die Vorbereitung finden, lass ich es lieber bleiben :-O</p>
<p>Gruß,<br />
Bloke</p>
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		<title>Nach dem Urlaub ist&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloke On-the-Go]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Feb 2019 10:37:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biking]]></category>
		<category><![CDATA[Sailing]]></category>
		<category><![CDATA[Travel Preparation]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[Segeln]]></category>
		<category><![CDATA[Skippertraining]]></category>
		<category><![CDATA[Stelvio Bike day]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaube 2019]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8230; vor dem Urlaub! Das neue Jahr hat begonnen und ich habe ein großes Problem: Da sind noch 30 Tage Urlaub auf dem Zeitkonto. Ja, ich gebe zu &#8211; derzeit bin ich noch mit den Nacharbeiten zu Neuseeland beschäftigt. Die Bilder müssen noch sortiert werden. Derzeit bin ich bei ca. 330, die von ursprünglich 2.300 [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>&#8230; vor dem Urlaub!</h2>
<p>Das neue Jahr hat begonnen und ich habe ein großes Problem: Da sind noch 30 Tage Urlaub auf dem Zeitkonto. Ja, ich gebe zu &#8211; derzeit bin ich noch mit den Nacharbeiten zu Neuseeland beschäftigt. Die Bilder müssen noch sortiert werden. Derzeit bin ich bei ca. 330, die von ursprünglich 2.300 übrig geblieben sind.</p>
<p>Und dennoch: Manches will vorbereitet und geplant werden. Und so manche Gelegenheit kommt auch nicht so schnell wieder.<span id="more-888"></span></p>
<h2>Wassersport</h2>
<p>Für mich soll es in 2019 ein paar Fortschritte beim Segeln geben. Deshalb habe ich für den April eine Schulung zum Pyro-Schein geplant. Damit darf ich dann die notwendigen Signalmittel (Leuchtraketen, Signalmunition) kaufen und aufbewahren, die am Ende auf jedem Segelboot vorhanden sein sollten.</p>
<p>Außerdem ist für den Juni ein <a href="http://www.sailingisland.de/praxistoerns/kurz_skippertraining_nl.htm">Skipper-Kurztraining</a> in Holand geplant. Dort geht es drei Tage lang nur um Hafenmanöver. Ablegen, anlegen, mit Seitenwind und anderen Schwierigkeiten. Ergänzt wird es um ein paar Auffrischungen zur Seemannschaft und Sicherheit an Bord.</p>
<p>Im November (ja, richtig gelesen: Winter) werde ich 2 Wochen in Kroation segeln. Das ist ein <a href="https://www.skipperteam.de/segeltoerns/toerndetails.html?code=2190743&amp;typ=SailundSkipper-KroatienMM">Meilenfresser-Törn</a>, verbunden mit Manövertraining und &#8230;. Achtung&#8230;&#8230; einem 48-Stunden-Non-Stop-Trip. Zwei Tage und zwei Nächte ohne Unterbrechung auf dem Wasser. Segeln auch Nachts und im Schichtbetrieb.</p>
<p>Insgeheim träume ich ja von einem Transatlantik-Törn. Da man dort aber gute 3-4 Wochen durchgehend auf dem Wasser ist, muss ich erst mal heraus finden, ob ich überhaupt nachts auf dem Boot schlafen kann, während es durch die Wellen schaukelt. Da sind 48 Stunden genau der richtige Anfang, denke ich.</p>
<p>Und weil es um diese Jahreszeit durchaus auch ungemütlich werden kann, habe ich mir kürzlich auf der Boot-Messe in Düsseldorf eine Segeljacke gekauft. Messe-Rabatt inklusive. Meine Jack-Wolfskin Jacke war schon letzten Mai auf Mallorca grenzwertig, da will ich im November nichts riskieren.</p>
<h2>Bergsport</h2>
<p>Wie ihr wisst, war letzten September der Stelvio-Bike-Day ein großes Ereignis für mich. Den plane ich natürlich auch wieder für dieses Jahr. Da ich diese Mal keine Fahrräder aussuchen und kaufen muss, kann ich das Training auch etwas früher starten. Die Erfahrung hat gezeigt, dass das unbedingt angeraten ist. Zu allem Unglück hat meine Waage heute Früh dieser Einschätzung uneingeschränkt zugestimmt. Miststück!</p>
<p>Insofern werde ich wohl ab ca. Mitte März &#8211; sobald die Temperaturen erträglich und der Regen verschwunden ist, mit den ersten Bergtrainings in Pfälzer Wald und Odenwald starten. Vielleicht schaffe ich es dieses Jahr endlich auch mal auf ein Wochenende um den Feldberg im Schwarzwald. Das ist vom Höhenprofil dann schon deutlich näher am Joch, als die Hügel hier in der Gegend.</p>
<h2>Doch noch ein Sportgerät?</h2>
<p>Um ehrlich zu sein: Ich BRAUCHE zwar kein Fahrrad zu kaufen, aber irgendwie juckt mich seit einer Weile auch ein Rennrad in der Nase. Bisher verzweifle ich aber an den physikalischen Gegebenheiten meiner Gewichtssituation:</p>
<p>Ich möchte gerne Scheibenbremsen und eine Ultegra Schaltung von Shimano. Die gehen allerdings erschreckend oft mit einem Carbon-Rahmen einher und diese Rahmen sind oft nur bis 95 Kilo freigegeben.ICH habe aber gute 10 Kilo mehr und suche demzufolge nach einem Aluminiumrahmen.</p>
<p>Vielleicht muss ich mal die kleineren Läden abklappern und nach Umbauten / Umrüstungen fragen. Die Brüder Altig haben einen Laden in Mannheim&#8230;</p>
<p>Also, ihr seht: Es wird nicht langweilig.</p>
<p>Bis demnächst,<br />
Bloke</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Auf-Ab: Wieso tu ich mir das an?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bloke On-the-Go]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Sep 2018 23:11:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biking]]></category>
		<category><![CDATA[Pass]]></category>
		<category><![CDATA[Schnee]]></category>
		<category><![CDATA[Stelvio Bikeday]]></category>
		<category><![CDATA[Stilfser Joch]]></category>
		<category><![CDATA[Uphill]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Nachhinein möchte ich Euch noch an einem Abenteuer teilhaben lassen, dass ich mir Anfang September &#8211; freiwillig &#8211; angetan habe. Aber zuerst.. wie kam es dazu? Im Sommer 2017 waren wir in Frankreich auf der Dordogne Kanu fahren. Zu dieser Zeit war auch die Tour de France dort unterwegs und wir hielten kurz an [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Nachhinein möchte ich Euch noch an einem Abenteuer teilhaben lassen, dass ich mir Anfang September &#8211; freiwillig &#8211; angetan habe.</p>
<h2>Aber zuerst.. wie kam es dazu?</h2>
<p>Im Sommer 2017 waren wir in Frankreich auf der Dordogne Kanu fahren. Zu dieser Zeit war auch die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tour_de_France_2017/10._Etappe">Tour de France</a> dort unterwegs und wir hielten kurz an und schauten, wie das Teilnehmerfeld an uns vorbei rauschte. Das habe ich im Anschluss an die Ferien meinem Cousin erzählt, der meinte, er wollte schon immer mal &#8211; so wie die Fahrer der Tour &#8211; auf einen Pass fahren. Mit dem Fahrrad. Seine Bedingung: ohne Absteigen.</p>
<p>Die Idee fand ich gut und ich habe mich auch gleich auf die Suche gemacht. Beinahe zwangsläufig stieß ich dabei auf: <a href="http://www.stelviopark.bz.it/radtag/" target="_blank" rel="noopener">Den Stelvio Bikeday</a>.</p>
<p>Mein Cousin hat mich glaube ich zunächst nicht für voll genommen und hielt das für einen Spaß. Als ich ihn dann nach seinem Trainingsplan fragte sagte er &#8222;Du meinst das wirklich ernst, oder?&#8220;. Ja, meinte ich.</p>
<p>Am Ende hat er gekniffen ;-). Aber ich wollte das durchziehen und habe im Mai mit dem Training begonnen. Da mir letzten Herbst mein Fahrrad geklaut wurde, musste ich erst ein neues Trainingsgerät besorgen&#8230;</p>
<p>Während ich trainierenderweise die Hänge der näheren Umgebung beradelte, wurde der Partner meiner Mutter darauf aufmerksam. Das Ende vom Lied: Wir sind gemeinsam nach Italien gefahren um &#8211; für uns zum ersten Mal &#8211; am Stelvio Bikeday teilzunehmen.<span id="more-39"></span></p>
<h2>Auf geht&#8217;s!</h2>
<figure id="attachment_47" aria-describedby="caption-attachment-47" style="width: 254px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-47" src="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180831_105608_mod-800x600.jpg" alt="Vor der Abfahrt" width="254" height="191" srcset="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180831_105608_mod-800x600.jpg 800w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180831_105608_mod-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 254px) 100vw, 254px" /><figcaption id="caption-attachment-47" class="wp-caption-text">Vor der Abfahrt: Alles verladen und gepackt</figcaption></figure>
<p>Der Stelvio Bike Day findet immer Anfang September statt, diesmal genau am 1. September. Da es morgens ziemlich früh los geht war klar, dass wir am Vortag anreisen würden.</p>
<p>Wie immer bei solchen Gelegenheiten meldete die Wettervorhersage bereits im Vorfeld, dass das bisher schöne Wetter im Laufe der Woche wohl dem Herbst nachgeben würde. Wie passend. Aber das konnte uns nicht abschrecken. Ich hatte mir schließlich extra für dieses Event auch noch einen Fahrradträger gekauft. Und der musste sich rentieren.</p>
<p>Wie geplant, sind wir Freitag am frühen Mittag gegen 11 Uhr abgefahren. Die Hinfahrt sollte uns schon ein gutes Gefühl für das geben, was uns erwartete: Regen. Viel Regen. Dauerregen. Und Stau. Nach ca. 6 Stunden sind wir in Schluderns (Italien) angekommen und hatten uns schon vorher geeinigt: Wir fahren einmal mit dem Auto bis hoch, um uns ein Bild von der Strecke zu machen. Mir persönlich hilft es beim Einteilen meiner Kräfte, wenn ich weiß, was vor mir liegt.</p>
<figure id="attachment_48" aria-describedby="caption-attachment-48" style="width: 305px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-48" src="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180831_182517_mod-800x600.jpg" alt="Auf dem Pass - mit dem Auto" width="305" height="229" srcset="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180831_182517_mod-800x600.jpg 800w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180831_182517_mod-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 305px) 100vw, 305px" /><figcaption id="caption-attachment-48" class="wp-caption-text">Am Freitagabend auf der Passhöhe&#8230;. Nass, aber schneefrei</figcaption></figure>
<p>Während der Fahrt durch die berühmten 48 Kehren habe ich mich mehr als einmal gefragt: Was mach ich hier eigentlich? Wie soll das enden? Die Steigung kam mir &#8211; im Auto sitzend &#8211; unglaublich heftig vor. Oben auf der Passhöhe war es vom vorherigen Regen noch nass, aber insgesamt schnee- und regenfrei.</p>
<p>Also beschlossen wir, unsere Hotelzimmer zu beziehen und uns bei einem gemütlichen Abendessen auf den kommenden Tag vorzubereiten.</p>
<h2>Neuer Tag, neues Wetter&#8230;</h2>
<p>Nachdem bereits am Vortag eine Nachricht der Organisatoren auf der Website des Stelvio Bike Day für Pessimismus sorgte (das zugehörige Volksfest &#8222;Bike Festival&#8220; wurde wetterbedingt abgesagt), erwarteten wir mit Spannung ein Update bezüglich der Streckenführung. Bei Schnee oder sonstigen widrigen Bedingungen würde eine Teilstrecke gesperrt. Das wäre nicht nur grundsätzlich schade, sondern würde auch verhindern, dass wir wie geplant über das Stilfser Joch hinauf &#8211; und über den Umbrailpass wieder hinunter fahren könnten.</p>
<p>Wie sich herausstellen sollte hatten alle genutzten Wetter-Apps ein bisschen untertrieben. Aus &#8222;<em>etwas Regen &lt; 0,5mm</em>&#8220; bzw. dem Äquivalent als Neuschnee wurden ca. 15 cm Neuschnee auf dem Pass. In der Konsequenz wurde die Strecke nur von Prad bis zum Hotel Franzenshöhe freigegeben. Dennoch sind wir wie vorgesehen um kurz vor 8 Uhr morgens bei Nieselregen im Tal losgefahren.</p>
<p>Der Weg von Schluderns nach Prad verläuft noch entlang des Tals. Auf dieser Strecke macht man keine nennenswerten Höhenmeter. Aufwärmen muss man sich also über das Tempo, oder man fängt den Tag einfach etwas entspannter an. Das war unser Ansatz und so ging es relativ entspannt durch leichten Regen zum Beginn der Passstraße in Prad.</p>
<h2>Der Berg ruft!</h2>
<p>Wir hatten beschlossen, die erste &#8222;Bergetappe&#8220; von Prad nach Trafoi gemeinsam zu fahren. Auf diesen ca. 12 Kilometern werden die ersten 600 Höhenmeter zurückgelegt. Das ist im Durchschnitt eine noch moderate Steigung. Dennoch gibt es bereits auf diesem Teilstück auch steilere Passagen. Hatte ich auf der Fahrt durch das Tal zunächst noch leicht gefroren (in Erwartung der teils heftigen Steigungen hatte ich von wärmerer Kleidung abgesehen und war lediglich mit langärmeligem Funktionsshirt und langer Radhose unterwegs), war die auf der ersten Bergetappe entstehende Körperwärme fast schon in der Lage, die Hose am Oberschenkel trotz des leichten Regens zu trocknen.</p>
<p>Um diese Uhrzeit, bei diesem Wetter waren wir auf der Straße weitestgehend alleine unterwegs. Zumal die Sperrung für den Autoverkehr traditionell auch erst in Trafoi beginnt. Dennoch kam es immer wieder zu Situationen, in denen man auf andere Mitfahrer &#8222;aufläuft&#8220; und sich entscheiden muss, ob man sich deren Tempo anpasst, oder ob man den Kraftakt des Überholens auf sich nimmt, um danach wieder den eigenen Rhythmus fahren zu können. So kam es, dass wir &#8211; entgegen der Planung &#8211; weite Teile dieser ersten Etappe bereits unabhängig voneinander gefahren sind.</p>
<h2>Halbzeit&#8230;</h2>
<p>In Trafoi gab es für uns dann die erste &#8222;richtige&#8220; Pause, in der wir uns konditionell auf den zweiten Teil &#8211; die Strecke von Trafoi zur Franzenshöhe &#8211; vorbereiten konnten. Dieser Abschnitt bringt wieder 600 Höhenmeter mit sich, verteilt sie aber &#8211; anders als der erste Abschnitt &#8211; auf lediglich 7,5 Kilometer. Die Steigung wird härter&#8230; Und vom Befahren der Strecke am Vortag war bereits klar: Hier würde jeder seinen Stiefel fahren und schauen, dass er nicht vom Rad kippt. Der Versuch, sich aneinander anzupassen und die Strecke gemeinsam zu fahren, wäre von vornherein zum Scheitern verurteilt gewesen.</p>
<p>Dieser Teil der Strecke ist geprägt von der ersten Hälfte der insgesamt 48 Serpentinen. Beim Befahren geht man durch ein Wechselbad von &#8222;Die Steigung ist zu heftig, die schaffe ich nicht&#8220; und &#8222;hier in der Kurve geht es, da sammle ich Kraft für die nächste Steigung&#8220;. Ich wollte regelmäßig auf der Steigung aufgeben und schieben, hab mich dann aber bis zur nächsten Kurve durchgebissen. Dort angekommen wollte ich dann aber auch nicht anhalten und habe etwas Kraft gesammelt für die nächste Steigung. Während derer ich erneut beinahe absteigen wollte&#8230;</p>
<p>Das Organisationsteam hat in manchen Kehren für Verpflegung gesorgt. Lokale Spezialitäten, Saft und Wasser waren verfügbar. An anderen Ständen gab es das Trikot zur Veranstaltung zu erwerben. Da der Bike Day 2017 ebenfalls schon unter schlechtem Wetter gelitten hatte, waren das die gleichen &#8211; bisher unverkauften &#8211; Trikots. Das hatte mich aber nicht gestört. Zunächst wollte ich eines der Trikots am erstbesten Stand kaufen. Dort angekommen habe ich es aber nicht übers Herz gebracht, da und dort anzuhalten. Lieber wollte ich den Rhythmus behalten und beschloss, das Trikot auf dem Rückweg mitzunehmen.</p>
<p>Je näher wir der Franzenshöhe kamen, desto häufiger mussten wir zumindest kurze &#8211; 5-minütige &#8211; Pausen einlegen. Doch dann, nach 6 weiteren Kehren, schon verdächtig nahe der Baumgrenze, lag dieser Anblick vor uns:</p>
<h2>Angekommen&#8230;</h2>
<figure id="attachment_44" aria-describedby="caption-attachment-44" style="width: 329px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-44" src="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180901_124231-800x600.jpg" alt="Franzenshöhe" width="329" height="247" srcset="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180901_124231-800x600.jpg 800w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180901_124231-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 329px) 100vw, 329px" /><figcaption id="caption-attachment-44" class="wp-caption-text">Die Franzenshöhe. Endlich da! Angekommen! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></figcaption></figure>
<p>Die Franzenshöhe &#8211; endlich angekommen. Nach insgesamt 1.250 Höhenmetern, ca. 20 Kilometer hinter Prad und nach gut 3 Stunden war die Quälerei vorbei. Völlig durchnässt, frierend und &#8211; in meinem Fall &#8211; hungrig gehen wir erst mal was essen. An &#8222;Siegerfotos&#8220; ist für mich erst mal noch nicht zu denken. Drinnen gibt es zum Glück neben warmen und kalten Getränken auch allerlei leckeres Essen. Für mich eine Kürbissuppe. Die wärmt auch von innen. Und nachdem wir uns ein wenig aufgewärmt und umgezogen hatten, konnte ich auch das Gefühl von &#8222;Geschafft!&#8220; genießen.</p>
<figure id="attachment_41" aria-describedby="caption-attachment-41" style="width: 363px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41" src="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180901_114243-800x600.jpg" alt="Kürbissuppe..." width="363" height="272" srcset="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180901_114243-800x600.jpg 800w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180901_114243-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 363px) 100vw, 363px" /><figcaption id="caption-attachment-41" class="wp-caption-text">Kürbissuppe. Wenn man durchgefroren und nass ist gibt es nur wenig Besseres.</figcaption></figure>
<p>Kleiner Tipp an diejenigen, die so etwas erst noch vorhaben: Ich hatte weiter oben schon erwähnt, dass ich für die Auffahrt zwar lange, aber eher dünnere Kleidung angezogen hatte. Das war für mich genau richtig. Aber jetzt, für die bevorstehende Abfahrt, da musste es etwas trockenes und vor allem winddichtes sein. Deshalb:</p>
<ul>
<li>Immer Ersatzkleidung mitnehmen, insbesondere wenn es eine Regenfahrt wird.</li>
<li>Bergab wärmer als bergauf (gut, das sollte eh jedem klar sein).</li>
</ul>
<p>Umgezogen und bereit für die Abfahrt habe ich mich nochmal umgesehen und war fasziniert, wieviel Schnee seit dem Vorabend gefallen war. Und dann musste natürlich auch noch ein &#8222;Siegerbild&#8220; sein:</p>
<figure id="attachment_45" aria-describedby="caption-attachment-45" style="width: 342px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-45" src="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180901_124334-800x600.jpg" alt="Auf der Franzenshöhe" width="342" height="257" srcset="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180901_124334-800x600.jpg 800w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180901_124334-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 342px) 100vw, 342px" /><figcaption id="caption-attachment-45" class="wp-caption-text">Nicht bis auf die Passhöhe&#8230; trotzdem stolz</figcaption></figure>
<figure id="attachment_42" aria-describedby="caption-attachment-42" style="width: 231px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-42" src="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180901_123032-690x800.jpg" alt="Oben liegt Schnee" width="231" height="268" srcset="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180901_123032-690x800.jpg 690w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180901_123032-768x891.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 231px) 100vw, 231px" /><figcaption id="caption-attachment-42" class="wp-caption-text">Mist&#8230; gestern war&#8217;s hier noch nicht weiß!</figcaption></figure>
<h2>Und wieder nach unten&#8230;</h2>
<p>Wer rauf fährt, muss irgendwann auch wieder runter. Soviel ist klar. Leider hat es aber immer noch geregnet und die Straße war entsprechend nass. Was schlechte Straßen (Wellen und Dellen, Bitumenflickerei) in Nass angeht, da bin ich ein Schisser. Das gebe ich gerne zu. Zumindest was die Bergabfahrt auf dem Fahrrad betrifft. Also habe ich darauf geachtet, immer langsam genug zu sein, um die nächste Serpentine noch ohne Risiko anbremsen zu können.</p>
<p>Beim Zwischenstopp am Trikot-Stand hat es mir die Bremsscheibe bei jedem Regentropfen mit einem leisen &#8222;zisch&#8220; gedankt. Dabei offenbarte sich, wie heiß die Scheibe tatsächlich geworden war: Was ich mir nicht bei Regen trau, macht mir halt die Scheibe blau&#8230;</p>
<figure id="attachment_46" aria-describedby="caption-attachment-46" style="width: 188px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-46" src="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180901_140506-374x800.jpg" alt="Blaugefahrene Bremsscheibe" width="188" height="402" srcset="https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180901_140506-374x800.jpg 374w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180901_140506-768x1642.jpg 768w, https://soltauhome.dyndns.org/Travelblog/wp-content/uploads/2018/09/IMG_20180901_140506.jpg 1154w" sizes="auto, (max-width: 188px) 100vw, 188px" /><figcaption id="caption-attachment-46" class="wp-caption-text">Abfahrt bei Regen: Immer schön langsam &#8211; Scheibe blau</figcaption></figure>
<p>Glücklicherweise war ich für diesen passiven Teil der Bergfahrt warm genug angezogen, sodass ich zwar leicht frierend, aber angesichts der Gesamtsituation noch angenehm warm im Hotel ankam.</p>
<p>Trotzdem musste es &#8211; vor jedweder weiterer Aktivität &#8211; erst mal eine ausgiebige heiße Dusche sein. Dabei habe ich auch evaluiert, wie viel Warmwasser das Hotel bevorratet hatte: Ausreichend für 30 Minuten, dann wurde die Dusche kalt <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f641.png" alt="🙁" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Entgegen jeden möglicherweise gefassten Vorhabens lag ich danach zwei Stunden im Bett. Es ging absolut nichts mehr. Nicht stehen, nicht gehen, schon gar nicht sitzen und erst recht nicht aufstehen.</p>
<p>Somit gibt es vom Rest des Tages nicht viel zu berichten. Außer, dass ich froh bin, es getan zu haben und mich glücklich schätze, wieder heil unten angekommen zu sein. Den Sonntag verbrachten wir &#8211; wie schon den Freitag &#8211; überwiegend mit Autofahrt im Regen: 6 Stunden hat es für die 500km gebraucht.</p>
<h2>To be continued&#8230;</h2>
<p>Auch wenn mich manch einer für verrückt erklären wird: Wenn auch nur der Hauch einer Chance auf besseres Wetter besteht, dann versuche ich es 2019 nochmal..</p>
<p>Bis dahin freue ich mich über Feedback oder Kommentare zum Artikel und hoffe, daß er euch gefallen hat. Solltet ihr Fragen zu einem solchen Vorhaben, zu meinen Erfahrungen mit dem Fahrrad, dem Fahrradträger oder dem Event insgesamt haben, dann schreibt mich doch einfach an.</p>
<p>Liebe Grüße,<br />
Bloke</p>
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